Werkhof ’07

Verbindung von Neu und Alt: Behutsamer Umgang mit einem Einzelkulturdenkmal, moderne Kombination von Stahl, Glas und Holz.
Gelungenes Beispiel für die Betreuung von der Konzeption bis ins Detail.
atelier-spitzner ist Partner im Werkhof’07.

www.werkhof07.de

Der Werkhof ist Bürositz von atelier-spitzner.

Etymologie

Möchte man dem Kunstwort „Werkhof“ näher kommen, kann man den Begriff in seine Bestandteile „Werk“ und „Hof“ teilen, und ihn unter sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachten.
Das Wort „Werk“ geht etymologisch auf das Verb „wirken“ zurück und ist so mit dem im englischen existierenden Begriff „work“ – „Arbeit“ verbunden. Betrachtet man die Weiterentwicklung des Wortes so entwickelt sich hieraus das Wort „Gewerk“ das im mittelhochdeutschen soviel wie „Handwerks- oder Zunftgenosse“ bedeutet.
Das Wort „Hof“ wiederum ist mit dem Begriff „hoch“ verwandt, Höfe, Siedlungsformen befanden sich auf Anhöhen, die Wurzel hierfür liegt im „biegen“ – im Formen, ursprünglich dem Aufformen der Landschaft. Zu späterer Zeit kam aus diesem „biegen“ der Bedeutungswandel zu „winden, flechten“ also dem Geflecht was meint Zaun – und so beschreibt es heute den eingehegten Raum, der ein oder mehrere Gebäude oder Gebäudeteile umschließt.
Will meinen, dass wir hier mit dem Werkhof einen mit einem Geflecht, oder Netz umschlossenen Raum haben, in dem wir wirken, sich Gewerke, also verschiedene Disziplinen zusammenschließen.

Nachhaltigkeit

Das Energiekonzept für den Fachwerkhof sieht vor, dass der Hof als kfW-60 Gebäude einen möglichst geringen Energieverbrauch hat. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hilft, die vorhandene Wärme im Gebäude zu belassen. Die notwendige Heizleistung wird über Wärmepumpen bereitgestellt. Fußboden-, Wand- und Deckenflächenheizsysteme sorgen für gleichmäßig behagliche Raumtemperaturen. Ein Holzofen im Wohnhaus sorgt, neben der angenehmen Atmosphäre durch das lodernde Feuer, zusätzlich für Wärme. Auf das Verbrennen fossiler Brennstoffe konnte gänzlich verzichtet werden. Der auf die Scheune aufgesetzte Dachreiter erhöht solare Gewinne, eine Verschattung sowie Lüftungsflügel schützen in den Sommermonaten vor Überhitzung.
Die Toilettenspülung wird durch das in einer Zisterne gesammelte Regenwasser gespeist.